Capsule Wardrobe – Ansätze

Dies ist eine kleine Sammlung von Ansätzen zum Bauen einer sog. Capsule Wardrobe, inklusive einer kurzen Beschreibung zur leichteren Orientierung. Die Auswahl ist komplett subjektiv und soll keine Wertung darstellen – und die Bilder stammen jeweils von den zugeordneten Blogs. Viel Freude beim Lesen!

 

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Ein Projekt von ursprünglich drei Näh-Bloggern (Elke, Lena und Sindy), die mich überhaupt erst darauf gebracht haben, dass Capsule Planning auch etwas mit Nähen zu tun hat. Dabei präsentieren alle drei verschiedene Ideen und Vorgehensweisen, was dem Projekt seinen großen Mehrwert gibt: Denn jede muss verschiedene Umstände und Vorlieben berücksichtigen und schlägt verschiedene Methoden vor, um zum Capsule-Ziel zu gelangen. Also, wer da nicht seinen persönlichen Ansatz findet, der hat nur nicht genau genug gelesen …

Sindy, die Mutige, beginnt die Sache mit dem Entwurf eines Signature Looks nach Into Mind (Modell siehe unten) und nimmt dafür ihren gesamten Schrank auseinander, um darauf aufbauend fehlende Teile, also anstehende Nähprojekte, zu definieren.

Lena, die ebenso Mutige, analysiert knallhart ihren gesamten Schrank nach Kompatibilität zu ihrem Farb-, Figur- und Alltagstyp (definiert nach Colette, siehe unten), sortiert dann aus und entwirft danach ihre ideale vernetzte Garderobe, aus der sich die zu nähenden Teile ergeben.

Elke, natürlich ganz genauso mutig, aber lockerer (zum Knutschen locker ist das, übrigens), interpretiert die Capsule freier und definiert zunächst ihre Farbpalette, sowie Anzahl an benötigten Kleidungsstücken. Sie legt dabei großen Wert auf die Vernetzung zu Outfits – dann verfolgt sie den Ansatz von The Vivienne Files (siehe unten).

 

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Colette – Wardrobe Architect

Der Wardrobe Architect ist eine Blogreihe von Colette Patterns und zwar mit allem Drum und Dran und sogar Arbeitsblättern! Grandios erfreulich ist hier (wie bei #myspringessentials), dass der Ansatz sich direkt an die nähende Bevölkerung wendet und entsprechend teils spezifisch vorgeht. Wie die genannten Arbeitsblätter vermuten lassen, ist der Ansatz sehr profund, sowie gespickt mit vielen Tipps und Tools. Es gibt keine Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Bestandteilen, somit kann es als allgemeine Anleitung zur Kleiderschrankbefüllung verstanden werden:

Schritt 1:
Annäherung an den persönlichen Stil über die eigene Geschichte, Wohnort, soziale Umgebung, etc.

Schritt 2:
Definition des Core Style (anhand von Bildern und Worten)

Schritt 3:
Finden der eigenen Lieblingsformen/-schnittführungen

Schritt 4:
Bestimmen der bevorzugten Silhouetten

Schritt 5:
Finden der passenden bzw. liebsten Farben

Schritt 6:
Organisieren der Palette in neutrale, fast neutrale und Statement-Farben

Schritt 7:
Bestimmen des richtigen Verhältnis von Print und Uni

Schritt 8:
Abstimmen von Haar, Make up u.ä.

Schritt 9:
Definieren der Capsule Wardrobe (Welche Silhoutten, welche Farben, etc.?)

Schritt 10:
Bestimmung der Caspule-Farbpalette (die allgemeine Palette reduzieren auf wenige Farben)

Schritt 11:
Bestimmen der Nähprojekte (anhand der entworfenen Capsule Wardrobe untersuchen, was man bereits hat, was gekauft wird, was genäht werden soll)

Schritt 12:
Hinzufügen von Accessoires zur Capsule Wardrobe

 

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Be more with less – Project 333

Courtney blogt auf bemorewithless.com über ein Leben mit weniger Zeug im Allgemeinen. Das Project 333 ist ihr (abartigst sympathischer und witziger) Ansatz für weniger im Kleiderschrank. Erlaubt sind 33 Teile für 3 Monate, wobei hier wirklich alles zählt, auch Schmuck, Schals, etc.. Persönlich bin ich ein großer Fan von ihrem Vorgehen, da sie großen Wert darauf legt, vornehmlich die Stücke, die sich schon im Schrank befinden, zu nutzen, um die Capsule zusammenzustellen.

Schritt 1:
Analyse und Ausmisten des bestehenden Schranks – und zwar mit genug Sprudel und Snacks (ihr müsst diesen Beitrag lesen, Menschen, die so viel Wert auf Snacks legen, die gehören einfach gelesen!)

Schritt 2:
Auswahl von 33 Teilen für die Capsule vom Behalten-weil-heiß-geliebt-Kleidungsstapel

Schritt 3:
Ernennung eines Signature Items (Mantel, Sonnenbrille, o.ä.)

Schritt 4-8:
Die Sache locker sehen und das eigentliche Leben genießen!

 

 

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The Vivienne Files – Starting from scratch

Janice Riggs bietet verschiedene Ansätze und Ideen, wie bspw. eine Garderobe aus Basics variiert werden kann oder das Konzept der 4×4 Garderobe. Besonders interessant für alle, die eine etwas größere Capsule Wardrobe bauen wollen, ist Starting from scratch. Janice beginnt quasi bei Null, ohne bestehenden Kleiderschrank und richtet sich hauptsächlich an büro-berufstätige Frauen.

Vorbereitung:
Ein eigenes Farbschema bestimmen (bestehend aus zwei neutralen, zwei Akzentfarben und weiß oder ecru)

Schritt 1:
Eine ordentliche Hose (in einer der neutralen Farben) finden

Schritt 2:
Passende Schuhe (zur Hose aus Schritt 1) finden

Schritt 3:
Ein T-Shirt und einen Cardigan (zur Hose aus Schritt 1) finden

Schritt 4:
Eine Bluse und eine Jeans finden

Schritt 5:
Ein Oberteil in einer der Akzentfarben und einen Schal finden

Schritt 6:
Eine zweite Basisausstattung in der zweiten neutralen Farbe (= Hose, Schuhe + Cardi) finden

Schritt 7:
Mindestens 12 Outfits aus den obig gewählten Kleidungsstücken (und eine Einschätzung zur Tragbarkeit) erstellen

Pause: Stattdessen Überlegung zu den eigenen Vorlieben (Oberteile mit Knöpfen oder ohne, monochrome Outfits oder kombinierte Farben, etc.)

Schritt 8:
Weiter geht es mit dem Finden: Zwei Oberteile in den beiden Akzentfarben und eine Kette

Schritt 9:
Einen Rock, passende Schuhe, sowie ein passendes Oberteil in neutralen Farben finden

Schritt 10:
Eine lässige Jacke, lässige Schuhe und ein lässiges Oberteil (für die Freizeit) finden

Schritt 11:
Ein Outfit aus Ober- und Unterteil, sowie Drüberteil, das exakt dem eigenen Geschmack entspricht, finden

Schritt 12:
Einen Wintermantel, Stiefel und einen (dicken) Schal finden

Schritt 13:
Einige Accessoires finden

Schritt 14:
Ein bequemes, Daheim-rumhäng-Outfit im gewählten Farbschema finden

Schritt 15:
Ein vielseitiges Kleid und ein Cardigan in einer Akzentfarbe finden

Schritt 16:
Analyse der Stücke in neutralen Farben und notfalls Ergänzung durch weitere Klassiker in den gewählten neutralen Tönen

Schritt 17:
Analyse der gesamten Garderobe – fehlen saisonale Teile oder noch ein paar Akzentfarben?

Schritt 18:
Finishing touches – eventuell Ergänzung von guten Basics

 

 

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Into Mind – Wardrobe Revamp

Anoushka schreibt auf Into Mind sehr klar strukturiert und lifestylig über das Thema Capsule und erläutert in vielen ausführlichen Beiträgen den Weg zur Capsule Wardrobe. Zusammengefasst arbeitet sie mit einem 10-Punkte-Plan, um den perfekt kuratierten Kleiderschrank zu schaffen (ohne Beschränkung der Anzahl der Teile):

Step 1:
Ziele – was will ich mit der Capsule erzielen? Weniger Shopping? Mehr Outfitkombinationen? Etc.

Step 2:
Inspiration sammeln – in Magazinen, auf Blogs, auf Pinterest …

Step 3:
Experimentieren – verschiedene Stile ausprobieren und die passenden auswählen

Step 4:
Definieren des eigenen Stils – den eigenen Stil festschreiben anhand von Farben, Silhouetten, Stoffen, etc.

Step 5:
Ausmisten – den Kleiderschrank um das erleichtern, was nicht zur obigen Definition passt

Step 6:
Analyse des eigenen Alltags – was trage ich wann und warum innerhalb von zwei Wochen

Step 7:
Entwerfen der perfekten Garderobe – als Einkaufsleitlinie für später

Step 8:
Einkaufsliste schreiben – geordnet nach Priorität (im Sinne des Entwurfs von Step 7)

Step 9:
Bildung eines Repertoires von Outfits – aus der neuen Garderobe

Step 10:
Überdenken der früheren Shoppingansätze

 

 

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Un-fancy – How to build a capsule wardrobe

Caroline hat einen stark vereinfachten und insgesamt lässigeren Ansatz von fünf Regeln – Into Mind sehr ähnlich -mit Beschränkung auf 37 Einzelteile. Im Blog finden sich viele allgemeine Tipps zum Thema Garderobe (z.B. auch Apps).

Regel 1:
Reduktion der Garderobe auf 37 Teile (Oberteile, Unterteile, Schuhe, Mäntel/Jacken)

Regel 2:
Für 3 Monate werden nur diese 37 Teile getragen (eine Saison)

Regel 3:
Kein Shoppen in dieser Zeit

Regel 4:
Planen und Einkaufen für die nächste Saison kurz vor Ende der laufenden Saison

Regel 5:
Shoppen ist beliebiger Menge erlaubt, allerdings sollte gelten: Weniger ist mehr.

 

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